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Film

„Vorhang auf, Film ab!“ (Kino „Meisengeige“, Nürnberg-Atstadt) / Foto: Martin Jäger / pixelio.de

Die neue Schönheit im Märchenfilm
Zitterinchen (D 2022)

Dicke Menschen werden diskriminiert – auch im deutschen Märchenfilm, zum Beispiel wenn weibliche Hauptrollen vergeben werden. Denn immer erobert ein gertenschlankes Mädchen den Prinzen. Damit ist jetzt Schluss. Mehr

Die ostdeutsche Übernahme – oder:
Der Märchenfilm in der Bundesrepublik von 1990 bis heute

Seit der Wiedervereinigung sind in Deutschland über 100 Märchenfilme entstanden. Zeit, um Bilanz zu ziehen. Was ist heute vom Defa-Märchenfilm der untergegangenen DDR übrig geblieben? Mehr

Der Geist im Glas (D 2021)
Ein Märchenfilm als ‚realistische’ Geschichte

Das Märchen erzählt oft von wirklichkeitsfernen Fantasiewelten. Im ARD-Film über einen entflohenen Flaschengeist ist das anders: Hier erwartet uns eine ‚aufgeklärte’ Geschichte, in der Zauber dennoch immer wieder zugelassen oder in Frage gestellt wird. Mehr

Vor 60 Jahren
Der DDR-Film, der wegen einer Pappmauer verboten wurde

Manchmal gibt es seltsame Zufälle im Leben. Zum Beispiel, wenn ein Film von der Wirklichkeit eingeholt wird. So passiert am 13. Juni 1961 mit der Defa-Satire „Das Kleid“. Mehr

Erwartbar unerwartbar

Helene, die wahre Braut (D 2020)

Beim Märchenfilm, in dem die Liebesgeschichte dominiert, können sich manche ein Augenrollen nicht verkneifen. Zu vorhersehbar mutet oftmals die Story an – auch in „Helene, die wahre Braut“. Dennoch lohnt ein zweiter Blick. Mehr

Das Märchen vom goldenen Taler (D 2020)

Hans Geiz, was nun?

Hans Fallada schrieb die Geschichte einst in dunklen Zeiten auf. 35 Jahre nach der ersten Verfilmung in der DDR versucht sich die ARD an dem Märchen – und punktet dabei vor allem mit der Bildsprache. Mehr

Der starke Hans (D 2020)
Weniger Ideologie, mehr Fantasie!

Er galt bisher als ‚ungehobener’, sprich unverfilmter Märchenschatz: „Der starke Hans“. Jetzt hat die ARD die Geschichte für ihre Reihe „Sechs auf einen Streich“ adaptiert – dabei aber ein wenig zu deutlich mit erhobenem Zeigefinger inszeniert. Mehr

Trio mit vier Fäusten
Die Hexenprinzessin (D/CZ 2020)

Der ZDF-Märchenfilm hebelt augenzwinkernd Klischees aus: So ist die titelgebende Königstochter eine strubbelige Naturelfe, die jeden Kerl unter den Tisch trinkt. Und der dazugehörige Prinz alles andere als Barbies Ken. Mehr

DDR reloaded
Der identitätsstiftende DEFA-Märchenfilm

ARD und ZDF produzieren neue Märchenfilme wie am Fließband. Doch den Zauber der Defa-Märchen aus der untergegangenen DDR billigt man ihnen nur selten zu. Ein Beitrag zur Debatte über den Umgang mit einem Kulturerbe. Mehr

Aladdin (USA 2019)
Der Kampf um die politische Korrektheit

Auch die Märchen aus Tausendundeiner Nacht stecken voller politischer Fettnäpfchen. Dennoch sollen die Verfilmungen möglichst keine Angriffsfläche für Diskriminierung und Rassismus bieten, wie Disneys „Aladdin“ einmal mehr zeigt. Mehr

Drehort Schloss Moritzburg
Das sehen Sie in der neuen Aschenbrödel-Ausstellung

Es ist der vielleicht berühmteste Märchenfilm der Welt. Und die dazugehörige Ausstellung ist ebenso ein Dauerbrenner. Wir verraten, ob sich ein Besuch auch in diesem Winter lohnt. Mehr

Cinderella ’80/’87 (I/F 1983)
Die Kunst der Synchronisation

Um das italienisch-französische Filmmärchen „Cenerentola ’80“ ranken sich bis heute Mythen. Denn die Aschenputtel-Adaption wird sowohl im Osten als auch im Westen synchronisiert – allerdings recht verschieden. Das Label capelight vereint DDR- und BRD-Fassungen in einer Sammler-Edition. Ein Vergleich gibt Antworten auf offene Fragen. Mehr

Frau Holle (D 1944/48)
Die Überläuferin

Überläufer sind Filme, die vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedreht, aber erst nach 1945 im Kino gezeigt werden. Auch der Märchenfilm „Frau Holle“ von 1944 gehört dazu. Seine Mischung aus Gegenwartsbezug, NS-Märchenkino und der Suche nach neuen filmischen Wegen ist dabei ebenso ein Bild seiner Entstehungszeit. Mehr

Drehort Torgau
Märchenklassiker, Grönemeyer-Film, Jugendwerkhof-Drama

Klein-Hollywood an der Elbe: Obgleich die sächsische Kleinstadt Torgau ihre großen Filmauftritte in den 1970er- und 1980er-Jahren hat, pilgern bis heute Fans aus ganz Deutschland zu den Drehorten – und entdecken hier die Filmkulissen von „Dornröschen“ & Co. Dabei erzählen die Drehorte auch etwas über die DDR und die deutsche Teilung. Mehr

NS-Propaganda
Einmarsch ins Märchenreich

Der König war immer der „Führer“, Rotkäppchens Retter trug das Hakenkreuz: Die Propagandamaschine der Nazis machte auch vor den Kleinsten nicht halt. Systematisch trimmte die deutsche Filmindustrie Kindergeschichten auf Linie – das Umschreiben der Klassiker trieb dabei oft abstruse Blüten. Mehr

NS-Propagandaflop
Hans im Unglück

Einmal gezeigt – und nie wieder: Die Verfilmung von „Hans im Glück“ war eines der großen, von den Nazis protegierten Filmprojekte und verschlang astronomische Produktionskosten. Die Uraufführung des auf hölzerne Dialoge und reichlich Kitsch setzenden Schwanks endete 1936 in einem Fiasko. Mehr